icons / documenticons / scrolltopicons / documenttrash-o

Eine Dienstleistung der OdA Gesundheit Bern

Assistentin Gesundheit EBA_FINAL_dev

Das Lehrverhältnis

Aufgaben des Lehrbetriebs

Der Lehrvertrag

Bitte verwenden Sie nur noch den überarbeiteten und aktuellsten Lehrvertrag, der Ihnen in elektronischer Form rechts unter Dokumenten zur Verfügung steht. Sie helfen damit Rückfragen und Fehlerquellen zu vermeiden.

Im Lehrvertrag ist auch die AHV-Nr. der Lernenden zu erfassen. Reichen Sie Lehrverträge nach Unterzeichnung rasch ein. So erleichtern Sie die Zuteilung der Schulorte und Lernende haben eine grössere Chance, die dem Lehrbetrieb nächstgelegene Berufsfachschule besuchen zu können.

Probezeit

Die Probezeit wird im Lehrvertrag festgelegt. Sie darf nicht weniger als einen Monat und nicht mehr als drei Monate betragen. Mit Vorteil wird die Probezeit auf die zulässige Höchstdauer angesetzt, damit sich die lernende Person und die/der Berufsbildner/in oder der Berufsbildner von der richtigen Berufswahl überzeugen können. Kann nach Ende der Probezeit zu wenig umfassend beurteilt werden, ob die/der Lernende die beruflichen und institutionellen Anforderungen erfüllt, kann die Probezeit verlängert werden. Die Höchstdauer der Probezeit von drei Monaten (Art. 344a Abs. 2 OR) kann vor ihrem Ablauf durch Abrede der Parteien unter Zustimmung der kantonalen Behörde ausnahmsweise bis auf maximal sechs Monate verlängert werden (Art. 344a Abs. 4 OR). Bei der Verlängerung sollen einerseits messbare Ziele vereinbart sowie auch gegenseitige Erwartungen formuliert werden.

In der Probezeit kann der Lehrvertrag mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen jederzeit von beiden Parteien aufgelöst werden. Während der Probezeit könnte der Lehrbetrieb auch dann kündigen, wenn die lernende Person wegen Krankheit, Unfall, Militärdienst oder Schwangerschaft nicht arbeiten kann. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamtes des Kantons Bern (MBA) muss schriftlich orientiert werden.

Die entsprechende Formulare sind auf der Website der Erziehungsdirektion des Kantons Bern aufgeschaltet.

Falls eine lernende Person in der Probezeit krank wird, einen Unfall hat oder Militärdienst leisten muss, verlängert sich die Probezeit um die Anzahl der ausgefallenen Tage (Genehmigung durch das MBA).

Erfüllt die/der Lernende die zu Beginn festgesetzten Ziele und Pflichten, endet die vereinbarte Probezeit und der Lehrvertrag dauert bis ans Ende der Lehrzeit. Der Lehrvertrag kann nur noch gegenseitig oder aus wichtigen Gründen einseitig aufgelöst werden.

Verlängerung in der beruflichen Grundbildung

Falls während der Ausbildung die lernende Person die Bildungsziele nicht erreichen kann, soll im mündlichen Austausch frühzeitig eine mögliche Verlängerung thematisiert werden. Hierbei sind Aktennotizen und Zielvereinbarungen nötig, damit später entschieden werden kann, ob die Ziele aufgeholt werden konnten oder eben eine Verlängerung (Wiederholen des Lehrjahres) nötig ist. Die Verlängerung muss vom MBA genehmigt werden. Das Wiederholen des Lehrjahres erfolgt auf Semesterstart. Die erbrachten Bildungsleistungen aus dem bereits absolvierten Lehrjahr werden durch die neuen Benotungen im Wiederholungsjahr ersetzt.

Auflösung eines Lehrvertrages

Der Lehrbetrieb ist verpflichtet im Falle einer Lehrvertragsauflösung sowohl das MBA als auch die OdA Gesundheit Bern darüber in Kenntnis zu setzen. Da die Lehrbetriebe das Kursgeld jeweils für ein Jahr im Voraus bezahlen, werden die Kosten für die auf Grund der Lehrvertragsauflösung nicht besuchten ÜK-Tage zurückerstattet (Stichtag: Datum Lehrvertragsauflösung). Zu diesem Zweck reichen Sie bitte das Formular „Antrag zur Rückerstattung der ÜK-Beiträge bei Lehrvertragsauflösung“ bis spätestens Ende des laufenden Lehrjahrs ausgefüllt bei der OdA Gesundheit Bern ein. Das Formular finden Sie auf unserer Online-Datenbank OdAOrg.

Lohnempfehlungen

Lohnempfehlungen 2018

Grundsätzlich vereinbaren die Lehrvertragsparteien die Entschädigung gemeinsam. Die Steuergruppe Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA, in der die OdA Gesundheit Bern vertreten ist, empfiehlt, den Lohn des ersten und zweiten Lehrjahres FaGe EFZ respektive FaBe EFZ zu übernehmen.

Für das Jahr 2018 hat der Regierungsrat des Kantons Bern folgende Beträge festgelegt:

Gehaltstabelle AGS 18

Lohnempfehlung ausgelernte AGS

Für ausgelernte AGS empfiehlt die OdA Gesundheit Bern als Einstiegslohn die Gehaltsklasse 9 / Stufe -12. Die Lohnempfehlung sollte von Arbeitgebern im Kanton Bern nicht unterschritten werden.

Ausbildungsentschädigung für Lehrbetriebe

Die ungedeckten Ausbildungskosten der Lehrbetriebe werden durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) des Kantons Bern mit einer Pauschale abgegolten.
Die zweijährige Grundbildung Assistent/in Gesundheit und Soziales beträgt diese CHF 5’500.- für ein Lehrverhältnis. Die Auszahlung erfolgt einmal jährlich zu je CHF 2’750.- direkt an die Lehrbetriebe. Grundlage für die Auszahlung ist ein gültiger Lehrvertrag.

Umwandlung und Durchlässigkeit

Stufenwechsel von EFZ zu EBA oder EBA zu EFZ

Lernende können die Eignung im Berufsfeld und im Betrieb erfüllen, jedoch durch die beruflichen Anforderungen des eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses EFZ überfordert oder des eidgenössischen Berufsattests EBA unterfordert sein. Ein Stufenwechsel oder auch Umwandlung ist indiziert. Da die im Betrieb generierten Erfahrungsnoten Teil des Qualifikationsverfahren sind, werden bei einem Stufenwechsel (Umwandlung) keine bestehenden Noten in das neue Vertragsverhältnis übernommen.

Bei einem Stufenwechsel reicht der Lehrbetrieb lediglich einen neuen Lehrvertrag des entsprechenden Berufes beim Mittelschul- und Berufsbildungsamt ein, es wird kein Auflösungsschreiben benötigt.

Optimalerweise bespricht die Berufsbildnerin, der Berufsbildner die Umwandlung bzw. der Klassenwechsel bereits mit der Berufsfachschule. Das MBA entscheidet über den Vollzug.

In der beruflichen Grundbildung ist es möglich, individuell auf die Bedürfnisse der Lernenden einzugehen.

Mit der zweijährigen Grundbildung Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA können Lehrbetriebe in Absprache mit den Lernenden und den Bildungspartnern eine Umwandlung vornehmen. 

AGS zu FaGe

Bei einer Unterforderung einer/eines AGS EBA ist es möglich, in die EFZ Grundbildung zu wechseln. Hier ist ein Wechsel meist in der Probezeit oder bis Ende erstes Semester vorgesehen. Die Kompetennachweise werden in der EFZ-Ausbildung alle erarbeitet.

FaGe zu AGS

Lernende FaGe, welche überfordert sind, können üblicherweise nach dem ersten oder zweiten Semester in die Grundbildung AGS EBA wechseln. Bei dieser Umwandlung werden nur noch die Kompetenznachweise von der EBA-Ausbildung erarbeitet.

Durchlässigkeit

Die Durchlässigkeit sieht Folgendes vor:

Bei erfolgreichem Abschluss in der EBA-Ausbildung AGS kann nach einer Standortbestimmung und unter Einbezug aller Betroffenen die EFZ-Grundbildung FaGe verkürzt (ab 2. Lehrjahr) absolviert werden. 

Absenzenregelung

Absenzenregelung in der beruflichen Grundbildung

In der beruflichen Grundbildung gibt es keine absolute Regel zum Absenzenmaximum. Als oberstes Ziel gilt es, die Bildungsziele erfolgreich zu erreichen. Bei wiederkehrenden Kurzabsenzen wird empfohlen, mit den Lernenden die Fehlzeiten zu thematisieren und Auffälligkeiten transparent anzusprechen. Bei längeren Absenzen sollte mit der/dem Lernenden frühzeitig besprochen werden, dass eine Verlängerung nicht ausgeschlossen wird, eine Aktennotiz und eine Förderplanung wird dringend empfohlen. Falls die Bildungsziele trotz individueller Förderung nicht erreicht werden können, ist die Verlängerung der Bildungsdauer (Wiederholen des Lehrjahres) oder gar eine Auflösung des Lehrvertrages effektiv ein Thema.

 

Nach oben