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Eine Dienstleistung der OdA Gesundheit Bern

Pflegefachfraumann HF_FINAL_dev

Methodiksammlung

Methodiksammlung

«Der Begriff des problemorientierten Lernens und Lehrens ist in den letzten Jahren zum Leitkonzept eines Selbständigkeit fördernden, kognitiv aktivierenden Unterrichts bzw. der Gestaltung von entsprechenden Lernumgebungen in Schulen und Hochschulen geworden. Die Kernidee besteht darin, schulisches Lernen im Geiste des Problemlösens zu gestalten. Klassische Formen gehen dabei von formulierten Problemen aus, die in Kleingruppen mit tutorieller Unterstützung gelöst werden mit dem Ziel, transferfähiges Wissen und fachspezifische Lern- und Denkstrategien zu erwerben» (Reusser, 2005, S. 159).

Um Wissen dauerhaft zu verankern, ist es erforderlich, sich intensiv und eigenverantwortlich mit Lerninhalten auseinanderzusetzen. Problemlösungsorientiertes Arbeiten ermöglicht es, diese Lerninhalte aktiv und selbstbestimmt zu erarbeiten.

 

Weiterführende Literatur

Fischer, R. (2004). Problemorientiertes Lernen in Theorie und Praxis: Leitfaden für Gesundheitsfachberufe. (1. Aufl.). Verfügbar unter diesem Link.

Reusser, K. (2005). Problemorientiertes Lernen.– Tiefenstruktur, Gestaltungsformen, Wirkung. Verfügbar unter diesem Link.

Der Cognitive Apprenticeship-Ansatz von Collins, Brown & Newman (1989) im Lernprozess nutzt Medien für die praxisnahe Vermittlung von Lernzielen, wie sie z. B. in der traditionellen Handwerkslehre zwischen Meister und Lehrling vorkommen. Lernende sollen sich aktiv in authentischen Lernumgebungen mit realistischen Problemaufgaben und in sozialen Interaktionen betätigen und so gewissermassen in einer „Expertenkultur“ Wissen aneignen. Die Lernumgebung ist vom Einfachen zum Komplexen gestaltet, indem mit schwierigeren Aufgaben neue Kontexte und Einflussvariablen in die Lernsituation einbezogen werden, um erworbenes Wissen flexibler anwenden zu können. Durch den sozialen Austausch zwischen Lernenden und Lehrenden wird eine Expertenkultur geschaffen, die Problemlösungen multiperspektivisch darstellen, besprechen und vergleichen lässt. Das Anleiten der Lernenden vom Einfachen zum Komplexen verdeutlicht den pragmatischen Charakter dieses Ansatzes (Link).

Weiterführende Literatur:

Cognitive Apprenticeship. Verfügbar unter diesem Link.

Reich, K. (2008). Cognitive Apprenticeship. Verfügar unter diesem Link.

Schroeder, G. (2008). Problembasiertes Lernen – ein Gewinn für die berufliche Pflegepraxis? (ab Seite 20). Verfügbar unter diesem Link.

Was bedeutet Coaching?

Coaching ist eine Wegbegleitung. Der Mensch wird in seiner einzigartigen Individualität erkannt und gefördert. Im Coaching werden die Begabungen und Möglichkeiten der Klientin, des Klienten deutlich gemacht. So wird „das Beste“ im Menschen geweckt, der Erfolgsweg erkannt und der Coach erinnert immer wieder an den „richtigen Pfad“ (Link).

System- und zielorientiert

Damit Coaching gelingt, müssen Klient/in und Coach zuerst die Situation erfassen, in der sich das Problem stellt. Systemorientiert heisst, dass gemeinsam die entscheidenden Faktoren bestimmt werden, welche die Lösung ermöglichen oder verhindern können. Es wird untersucht, wie diese Faktoren aufeinander und auf eine Lösung einwirken und wo die günstigsten Ansatzpunkte sind, um zu einer besseren Situation zu gelangen.

Zielorientiert heisst, dass Klient/in und Coach gemeinsam festlegen, wie eine Situation nach dem Coaching aussehen soll. Je konkreter dieses Ziel festgelegt ist, um so konkreter wird an einer Systemveränderung gearbeitet. Ist eine so konkrete Zielfestlegung noch nicht möglich, weil die Situation zu unübersichtlich ist, wird zunächst problem- und motivationsklärend gearbeitet.

Beispiele für konkrete Ziele:

„Ich möchte die Kommunikation in meiner Abteilung verbessern.“

„Ich möchte wissen, warum mich die anderen aus meiner Abteilung mobben – und etwas dagegen tun können!“

„Ich möchte einen Nachfolger für mich finden und einsetzen“

„Ich möchte Abteilungsleiter werden, derzeit konkurrieren zwei Mitbewerber mit mir.“

„Ich möchte künftig jede Woche mindestens drei schöne oder entspannende Erlebnisse (mit/ohne meine Familie) haben.“

Weniger konkrete, jedoch ebenso gut bearbeitbare Ziel sind:

„Ich möchte wissen, wie ich zufriedener werden kann – schliesslich habe ich doch meine wichtigsten Ziele erreicht!“

„Ich möchte etwas verändern, ich stecke in meiner Entwicklung fest, weiss aber nicht so genau wo?“

Link

Weiterführende Literatur

Vogelauer, W. (2004). Coachingpraxis – Führungskräfte professionell begleiten, beraten und unterstützen. (4. Aufl.). Verfügbar unter diesem Link.

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