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Eine Dienstleistung der OdA Gesundheit Bern

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FaGe verkürzt für Erwachsene (FaGe E)

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Allgemeine Informationen

Die Ausbildung FaGe verkürzt für Erwachsene (FaGe E) richtet sich an Personen, welche mindestens 22-jährig sind und bereits während zwei Jahren Arbeitserfahrung im Bereich Pflege und Betreuung gesammelt haben. Im Gegensatz zur regulär verkürzten Ausbildung wird die FaGe E-Ausbildung in einer eigens für die Zielgruppe der Erwachsenen konzipierten Variante angeboten. Die Berufsfachschulen bieten separate Klassen an, wo das Lernen unter erwachsenen Personen gefördert wird und spezifisch auf deren Anliegen eingegangen werden kann. Thematisch werden die Inhalte etwas schneller durchlaufen als beim regulären Bildungsgang. Die Lernenden FaGe E lernen die gleichen Kompetenzen wie die FaGe-Lernenden im regulären Programm. Ebenfalls ist das Qualifikationsverfahren identisch. Einzig bei den Kompetenznachweisen Praxis werden weniger Teilnoten erarbeitet. 

Die FaGe E-Ausbildung wird oft von Personen besucht, welche bereits im Betrieb als Pflegehilfen arbeiten und sich im Berufsfeld weiterentwickeln möchten. Das Lehrverhältnis wird mit einem Lehrvertrag abgeschlossen, die Betriebe haben die Pflicht, die Ausbildungsbegleitung zu gewährleisten. Der minimale Beschäftigungsgrad beträgt 85% (60% Betrieb, 25% schulischer Unterricht und ÜK). Durch die Flexibilität, das Pensum den persönlichen Gegebenheiten anzupassen, ermöglicht diese Ausbildungsvariante Personen mit familiären oder sonstigen Doppelbelastungen die Möglichkeit, einen FaGe-Abschluss zu realisieren. Der Allgemeinbildende Unterricht kann vorgängig oder auch während der Ausbildung besucht werden, was zusätzliche Flexibilität in der Wahl des Arbeitspensums ermöglicht.

Festlegen des Ausbildungslohnes

Die OdA Gesundheit Bern gibt folgende Empfehlungen für das Festlegen des Ausbildungslohnes für die Anstellung von  FaGe E-Lernenden ab:

  • Ein bereits bestehendes Arbeitsverhältnis wird während der Ausbildungszeit durch einen Lehrvertrag abgelöst.
  • Der Lohn des Lehrvertrags richtet sich in diesem Fall nach dem bisherigen Anstellungsvertrag, angepasst an das Arbeitspensum.
  • Der Betrieb einigt sich mit der/dem Lernenden über die Lohnreduktion, welche auf Grund der Abwesenheiten (Berufsschule und ÜK) und (allenfalls) verminderter Arbeitsproduktivität erfolgt.
  • Die Kosten für die Überbetrieblichen Kurse (ÜK) müssen vom Lehrbetrieb übernommen werden, da sie ein Bestandteil der Ausbildung (Lehrvertrag) sind.
  • Wird eine Person neu im Betrieb angestellt, empfiehlt die OdA Gesundheit Bern, je nach Vorbildung und Erfahrung, die Einreihung in der Gehaltsklasse 8 bzw. 9 gemäss kantonalem Besoldungsreglement BERESUB.

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion bezahlt den Betrieben eine Ausbildungsentschädigung von CHF 6000.- pro Lehrverhältnis, sofern der Monatslohn der Lernenden FaGe E bei einem 85%-Pensum (60% Betrieb, 25 % schulischer Unterricht und ÜK) nicht unter CHF 2800.- liegt.

FaGe verkürzt für Erwachsene nach 2. BiVo

FaGe E in der Praxis

In der 2. Bildungsverordnung (2008) ist die FaGe E-Ausbildung national verankert sowie die Voraussetzungen für den Besuch der Ausbildung vorgeschrieben.

Für die Praxisbetriebe gelten die gleichen übergeordneten Dokumente wie für die reguläre Ausbildung. Unter der Rubrik Hilfsmittel können adaptierte Formulare für den Ausbildungsauftrag genutzt werden. Die Betriebe legen aufgrund ihrer Gegebenheiten selber fest, wie sie den komprimierten Bildungsgang in der Praxis umsetzen und die Lernenden auf dem Weg zum EFZ begleiten. Ein separates Bildungsprogramm besteht für die Umsetzung der 2. BiVo nicht. Unverändert zwingend umzusetzen sind alle Bildungselemente, mit welchen regelmässig gearbeitet werden muss, ebenso die strukturierte Begleitung durch die Berufsbildenden für die Kompetenzerreichung. 

FaGe verkürzt für Erwachsene nach 3. BiVo

FaGe E Ausbildung im Kanton Bern ab Sommer 2018

Die 3. Bildungsverordnung Fachfrau/Fachmann Gesundheit EFZ ist per 1.1.2017 in Kraft getreten. Die Anpassungen sehen unter anderem vor, dass der Art. 2, Abs. 3 der vorhergehenden Bildungsverordnung der neuen Fassung entfällt. Darin wurden bis anhin die Anforderungen an eine standardisierte, verkürzte Ausbildung geregelt, welche nun gesetzlich nicht mehr verankert ist.

Der Kanton Bern hat aufgrund der grossen Nachfrage nach FaGe E-Lehrstellen entschieden, ein Folgeangebot zu erstellen, welches im Juli 2017 von der Erziehungsdirektion des Kantons Bern genehmigt worden ist und ab Sommer 2018 in Umsetzung geht. Einzelheiten zum Bildungskonzept finden Sie in nebenstehenden Dokumenten.

Das Anforderungsprofil

Für die verkürzte Ausbildung für Erwachsene zugelassen werden Personen, welche das 22. Altersjahr vollendet haben und im Minimum über zwei Jahre praktische Arbeitserfahrung im Berufsfeld Pflege und Betreuung mit einem Mindestanstellungsgrad von 60% verfügen. Personen, welche einen Abschluss als Pflegeassistent/in SRK vorweisen können, benötigen nur ein Jahr Praxiserfahrung.

Vorabklärungen FaGe E-Lehrvertrag

Mittelschul- und Berufsbildungsamt
Ursula Aeberhard
031 633 87 04
E-Mail

Grundkompetenzen FaGe E

Kursangebot zur Erweiterung der Grundkompetenzen vor Lehrbeginn

Erwachsenen Personen, welche Aussicht auf einen Lehrvertrag FaGe E haben, steht der neu konzipierte Kurs mit Beginn im Oktober 2018 offen. Im Kurs werden die angehenden erwachsenen Lernenden auf das erforderliche Sprachniveau, die nötigen Mathematik- und IT-Kenntnisse vorbereitet, damit der Lehrbeginn optimal gelingen kann. Erwachsene, die den Abschluss FaGe EFZ über die Nachholbildung (Art. 32) oder das Validierungsverfahren (Art. 31) anstreben, können ebenfalls teilnehmen.

Kursziele

Modul Deutsch: Erwerb ausreichender Deutschkenntnisse für den Einstieg in die Lehre (Niveau B2) und die Anwendung im beruflichen Arbeitsfeld.
Modul Mathematik/Informatik: Erwerb grundlegender mathematischer Kenntnisse für die Arbeit im Gesundheitswesen sowie im Umgang mit dem Computer/Tablet und Office-Programmen.

Kursgebühren

Modul Deutsch: CHF 120.-
Modul Mathematik/Informatik: CHF 110.-
Die OdA Gesundheit Bern empfiehlt den Betrieben, diese Kosten zu übernehmen und den Kursbesuch als Weiterbildung an die Arbeitszeit anzurechnen.
Das Angebot ist vom Kanton Bern subventioniert.


Auskünfte

Direkt bei den anbietenden Schulen:
BFF Bern: Direktion, bffbern@bffbern.ch, 031 635 28 12
Bildungszentrum Interlaken: Weiterbildung, weiterbildung@bzi.ch, 033 508 48 04
Berufsfachschule Langenthal: bfsl@bzl.ch, 062 916 86 66
Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Lyss: berufsfachschule@bwzlyss.ch, 032 387 89 89

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